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Capalbio liegt auf einer von der Via Aurelia nicht weit entfernten bewaldeten Anhöhe (217 in ü.d.M.). Sein Gemeindegebiet, ist der letzte Küstenstrich der südlichen Toskana, eine Hügellandschaft, die zum Meer hin in einen flachen Streifen übergeht, der in längst vergangenen Zeiten ein von Sanddünen begrenztes ausgedehntes Sumpfgebiet war. In diesen Gebieten, die in der Vergangenheit von der Malaria heimgesucht und Briganten durchstreift wurden, haben sich viele Tier- und Pflanzenarten erhalten. Dank seines Wildreichtums - vor allem Wildschweine, aber auch Hasen, Wildkaninchen, Fasane und Sumpfvögel - wird die Jagd viel gepflegt und die einheimische Gastronomie spiegelt den Hang zur Jagd wieder. In einer Urkunde aus dem 12, Jahrhundert wird Capalbio erstmals als Besitz der Abtei Tre Fontane erwähnt. Später ging es an die Aldobrandeschi di Santa Fiora, die es lange Zeit Orvieto streitig, machten, und dann an die Orsini. Im Jahre 1416 kam es an die Stadtrepublik Siena, unter deren Verwaltung die Ortschaft eine gewisse Entwicklung erfuhr Im Jahre 1557 wurde das Gebiet von Capalbio Teil des Großherzogtums, Toskana, bei dem es bis 1861 verblieb. In den drei Jahrhunderten großherzoglicher Verwaltung verschlechterten sich die wirtschaftlichen Bedingungen zunehmend, was zu einer Entvölkerung des Landes und im 19. Jahrhundert zur Ausbreitung der Räuberei führte. Domenico Tiburzi, der berühmteste Brigant der Maremma, wurde 1896 in Capalbio getötet und begraben. Den Ort ist von einem doppelten Sienesischen Mauerring, auf dem man über weite Strecken die eindrucksvollen Wehrgänge begehen kann. Die Anlage des Ortes ist mittelalterlich: enge, nur wenig gerade Straßen, die bis zu der von der Rocca Aldobrandescha dominierten Höhe hinaufführen. Durch die doppelbögige Porta Senese, die ein Turm abschließt, gelangt man in den historischen Kern. Recht interessant sind die romanischen Kapitelle mit Tier- und Pflanzenmotiven und einige Fresken der Umbrischen Schule des 15. und 16. Jahrhunderts. Die Rocca (Burg) von Capalbio ist im Laufe der Jahrhunderte ständig verändert worden, wodurch sie sich allmählich in einen Adelswohnsitz verwandelt hat. Der Kirche direkt gegenüber erhebt sich ein Turm mit quadratischem Grundriss und angeschrägtem Unterbau. An die Nordseite des Turmes schließt sich der Palazzo Collacchioni an, der in den ersten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts auf den alten Mauern der Burg errichtet wurde. Im Palast kann man einige Räume mit ihrer vollständigen Originaleinrichtung besichtigen; darunter sei auf die sogenannte Sala Puccini hingewiesen, in der ein österreichisches Klavier aus dem Jahre 1823 steht, auf dem der berühmte Komponist gespielt hat. Vor den Mauem liegt das renaissanceartige und im 19. Jahrhundert stark veränderte kleine Oratorio della Provvidenza. In seinem Innem kann man eine wertvolle Freske bewundern, die einem dem Pinturicchio-Krels nahe stehenden Maler zugeschrieben wird und die Madonna mit dem Kinde zwischen den Heiligen Hieronymus und Sigismund darstellt. In der Nähe von Cabalbio befindet sich in Garavicchio der Giardino dei Tarocchi (Tarock-Garten), ein originelles Werk des französischen Künstlerin Niki De Saint Phalle: aus dem Grün des bewaldeten Hügels ragen die polychromen Skulpturen hervor, die mit Gips, Keramik und Spiegeln überzogen sind und sich an den zweiundzwanzig höchsten Geheimnissen des Tarocks inspirierten.
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