Toskana Ferienhäuser und Ferienwohnungen

   
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Kultur & Archäologie

   

Geschichte

  Die Maremma (Maritima= eine alte Bezeichnung mit der Bedeutung von "längs der Küste") ist schon seit Urzeiten bewohnt gewesen. Aber glückliche und herbe Zeiten lösten einander im Laufe der Jahrhunderte viele Male ab. Wichtige Spuren haben die Etrusker hinterlassen, die das Land sehr gepflegt und bebaut haben. Dann kamen die Römer. Dann der Verfall, das Land wurde vernachlässigt, die Bewohner wurden weniger. Im 11./12. Jahrhundert wieder ein langsamer Aufstieg und eine Blütezeit (siehe Bergbau in Massa Marittima) Beherrschung durch Siena und später Florenz. Erneute Verarmung, unterbrochen von der Trockenlegung der Sümpfe durch die Lothringer Großherzöge der Toskana. Doch Armut und Not haben bis ins 20. Jahrhundert gedauert. Im Volksbewusstsein ist "Maremma" gleichbedeutend mit Malaria und Banditismus. Inzwischen sind die Räuber von damals fast zu Heldenfiguren geworden, so wie z.B. Domenico Tiburzi, sie haben die Aura von Robin Hood, man sagt ihnen nach, dass sie Gerechtigkeit schaffen wollten. Heute ist die Maremma ein beliebtes Urlaubsziel geworden und bietet mit seiner weitläufigen, wenig bewohnten Landschaft seltene Schätze. Die Maremma ist nicht umwerfend großartig, sondern beeindruckt eher durch ihre vielen, unerwarteten Überraschungen.
 
   

Kunst und Archäologie

  Grosseto
Tourismus-
Infos:www.lamaremma.info
Museo Archeologico e d'arte della MaremmaPiazza Baccarini 3
Tel. 0564-417629

Massa Marittima
Infos über Museen:0566-902289 (Archäologisches Museum auf dem Platz) oder0566-902756 Info-point, via Todini 3-5Armbrust-Schießen:"Balestro del Girifalco", jeweils 3. Sonntag im Mai und 2. Sonntag im AugustMuseo degli organi meccaniciCorso Diaz 20(über dem Postamt)
Tel. 0566-940282
Burgen:Castello di MontemassiRoccatederighiSassoforteCastel di Pietra(zwischen Ribolla und Gavorrano Scalo)Castello di Scarlino (1)Seggiano (Monte Amiata) geöffnet ab April jedes Wochenende von 16-20 Uhr oder nach Anmeldung: 0564-950458(2)Capalbio-Garavicchio, an der Grenze zu Latium, geöffnet von Mai bis 17.Okt. 14.30 - 19.30 Uhr, Eintritt € 10,50www.nikidesaintphalle.com Kunst-Städte:Siena ca. 65 kmFlorenz ca. 150 km;von Grosseto aus mit dem Zug zu erreichen: Pisa (1,5Std) und Rom (2Std).
Aus jenen Epochen, in denen die Maremma ein blühendes, bebautes und bewohntes Land war, sind auch Kunstschätze geblieben. Stadtmauern, Nekropolen, Hausgeräte, Schmuck, Statuen aus der Etruskerzeit können Sie in Roselle und Vetulonia besichtigen und im Archäologischen Museum in Grosseto, ebenso Zeugnisse aus römischer Zeit. Aus der Römerzeit eben ist auch das Amphitheater , sowie die Überreste des römischen Forums, der Thermen und einiger Wohngebäude und Tempel in Roselle. Die darin gefunden Statuen sind ebenfalls im Archäologischen Museum in Grosseto.

Vetulonia ist eines der typischen Dörfer auf dem Hügel. Es besitzt ein kleines Museum mit wertvollen Funden aus den etruskischen Gräbern, anhand derer man vieles aus dem Leben des antiken Volkes lernen konnte. Man kann auch die Gräber selbst besichtigen, sie liegen etwas außerhalb des Dorfes: es herrscht dort eine ruhige Atmosphäre und die Gräber - so einfach sie sind - vermitteln etwas von ihrer glorreichen Vergangenheit.

Romanik, Gotik, Renaissance und ein herrliches Panorama finden Sie in Massa Marittima, der bestimmt schönsten Stadt in der Umgebung: der Dom und der davor liegende Platz allein sind schon einen Besuch wert. Im August finden jeweils Aufführungen von Opern statt und ein Armbrust-Wettschießen, das inzwischen über die Grenzen hinaus bekannt geworden ist. Man bekommt eine lebhafte Vorstellung, vom mittelalterlichen Stadtleben. Massa Marittima hat eine Serie von Museen(Archäologie, Bergwerk, eine antike Ölmühle usw.), u.a. ein kleines mit antiken, liebevoll restaurierten Musikinstrumenten.In den Dörfern, die sich fast ausnahmslos alle auf den Hügelkuppen befinden, kann man viele kleine, wertvolle Schätze finden: architektonische Einzelheiten an den alten Gebäuden, stille Plätze, antikes Messe-Geschirr in den Kirchen, Holzschnitzerein usw. Auch gibt es in fast allen Dörfern Burgen: die ab dem Jahr 1000 ca. als Festungen gegen Feinde und Piratenüberfälle dienten. Einige davon sind gut erhalten, andere sind Ruinen, bei deren Anblick man Mühe hat, sich ihre Glanzzeiten vorzustellen. Weitere hingegen sind in die Struktur der später erbauten Dörfer mit einbezogen worden, oder ihre Steine wurden für neue Gebäude wiederverwendet. Moderne Kunst: der Skulpturengarten des Daniel Spoerri (1) und der Tarot-Garten der Niki de Saint Phalle (2) bei Capalbio. In Massa Marittima, auf dem Corso Diaz, das Museum für Moderne Kunst.
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